Sollte ich einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren

30. März 2023

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1m Lesezeit

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Aktualisiert: 16. Juni 2026

Alle Hunde sind auf ihre Weise wunderbar, aber Rettungshunde haben einen ganz besonderen Platz in unser aller Herzen.

Die Tierheime sind voll von Hunden jeder Form, Größe, Rasse und Altersstufe. Diese liebenswerten Vierbeiner können extrem dankbare Gefährten sein. Schau doch mal vorbei, dein neuer bester Freund wartet vielleicht schon um die Ecke geduldig darauf, abgeholt zu werden.

Ist ein Hund aus dem Tierschutz das Richtige für mich?

Einen Hund zu retten, kann eine großartige Erfahrung sein. Vielleicht hast du Schlechtes über Tierheimhunde gehört, zum Beispiel, dass sie Verhaltensprobleme hätten. Das stimmt jedoch oft nicht.

Verantwortungsbewusste Tierheime geben Hunde nur dann zur Adoption frei, wenn sie in der Lage sind, sich an ein Familienleben anzupassen. Falls nicht, werden diese Hunde an Familien ohne kleine Kinder oder an Menschen vermittelt, die mehr Erfahrung im Umgang mit verhaltensauffälligen Hunden haben.

Sie nehmen sich Zeit, den Prozess mit dir durchzugehen, dein Zuhause und dein Familienleben zu verstehen und dich dann mit deinem perfekten Partner auf vier Pfoten zusammenzubringen. Selbst wenn du und dein Hund bereits zu Hause in euer neues gemeinsames Leben gestartet seid, stehen sie dir bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Was kostet ein Hund aus dem Tierschutz?

Einen Hund zu adoptieren, egal welcher Rasse oder Mischung, ist viel günstiger als einen Rassehund zu kaufen. Du musst lediglich die übliche Schutzgebühr des Tierheims bezahlen, die normalerweise bei ein paar hundert Euro liegt. Da Tierheime gemeinnützig sind, freuen sie sich natürlich immer über zusätzliche großzügige Spenden.

Viele große Tierheime bieten einen kompletten Gesundheitscheck an. Die meisten sorgen zudem für Impfungen, Mikrochips, Kastration und die Behandlung bestehender Gesundheitsprobleme, bevor du dein neues, flauschiges Familienmitglied mit nach Hause nehmen darfst.

Wie man einen Hund aus dem Tierschutz bekommt

Potenzielle Hundeeltern wird es freuen: Der Adoptionsprozess ist ziemlich unkompliziert. Wenn du lange und gründlich nachgedacht hast und dir zu 100% sicher bist, dass deine Lebensumstände für ein Haustier geeignet sind, gibt es nur ein paar Schritte zu beachten:

  1. Ein Tierheim finden: Es gibt deutschlandweit zahlreiche Einrichtungen, von lokalen Tierheimen bis hin zu Organisationen wie dem Tierschutzbund.

  2. Potenzielle Freunde online auschecken: Auf den Webseiten gibt es meist Kurzbeschreibungen, die dir helfen, eine gute Wahl zu treffen.

  3. Sich als „Hundeeltern“ bewerben: Du musst ein paar Formulare ausfüllen und Fragen zu deinem Zuhause und deiner Familie beantworten. Mieter benötigen eine Erlaubnis ihres Vermieters zur Hundehaltung.

  4. Den Hund besuchen: Wenn alles passt, kannst du bei einem Besuch vor Ort schauen, ob die Chemie zwischen euch stimmt.

  5. Vorkontrolle: Oft besucht dich ein Experte des Tierschutzvereins zu Hause, um sicherzustellen, dass die Umgebung für den gewählten Hund geeignet ist.

  6. Das neue Familienmitglied willkommen heißen: Wenn das Tierheim grünes Licht gibt, steht dem Einzug nichts mehr im Wege. Ein herzliches „Wuff“ für dein neues Familienmitglied!

So hilfst du einem Tierschutzhund beim Eingewöhnen

Die oberste Priorität ist, dass sich dein Hund in der neuen Umgebung wohl und sicher fühlt. Hier sind ein paar Tipps:

  • Hausführung: Behalte deinen Hund an der Leine und zeige ihm jedes Zimmer sowie den Garten. Lass Räume aus, die er später nicht betreten darf (z. B. das Schlafzimmer).

  • Ein sicherer Rückzugsort: Gib deinem Hund einen festen Platz (Körbchen oder Box), an den er gehen kann, wenn es ihm zu viel wird. Lass ihn dort absolut in Ruhe, damit er weiß, dass er dort sicher ist.

  • Zuhause hundesicher machen: Genau wie Welpen können auch Tierschutzhunde Dinge anstellen, wenn sie noch nicht trainiert sind. Verstecke Kauspielzeuge (Schuhe, Bücher), sichere den Garten ab und halte Giftstoffe (Putzmittel, Schokolade, Trauben) außer Reichweite.

Einen Hund aus dem Tierschutz trainieren

Das Training erfordert Geduld und Beständigkeit. Sei dir bewusst, dass dein Hund eine Eingewöhnungsphase braucht. Oft ist die Vergangenheit des Hundes unbekannt; bei schlechten Erfahrungen können bestimmte Geräusche oder Gegenstände Ängste auslösen. Das macht das Training nicht unmöglich, nur etwas zeitintensiver.

  • Bindung aufbauen: Verbringe viel Zeit mit deinem Hund, um Vertrauen zu schaffen. Nutze positive Verstärkung (Leckerlis, Lob, Spiel), damit er dich positiv besetzt.

  • Grundkommandos: Fang klein an mit „Sitz“, „Bleib“ und „Hier“.

  • Sozialisierung: Führe ihn langsam und kontrolliert an neue Menschen und Orte heran.

  • Regelmäßigkeit: Routinen geben Sicherheit. Trainiere am Anfang an den gleichen Orten und lass Futter- und Wassernapf immer an derselben Stelle.

  • Profis fragen: Wenn du nicht weiterkommst, zögere nicht, einen Hundetrainer oder Verhaltensberater zu kontaktieren.

Warum du eine Adoption in Betracht ziehen solltest

Viele Menschen suchen nach Moderassen wegen ihrer Optik, wie den Falten eines Shar-Peis oder den Schlappohren eines Bassets. Leider werden diese Hunde oft zu Modeaccessoires. Die Popularität von Französischen Bulldoggen ist beispielsweise extrem gestiegen, was oft zu gesundheitlichen Problemen durch Überzüchtung führt.

Während Moderassen boomen, warten weniger „trendige“ Hunde im Tierheim. Eine Adoption schafft Platz für andere Hunde in Not und entzieht illegalen Welpenfarmen die Geschäftsgrundlage.

Butternut Box unterstützt Tierheime

Selbst wenn du schon den perfekten Hund hast, kannst du helfen. Für jeden Neukunden spendet Butternut Box eine Mahlzeit an Hunde in Not über Partner wie Mayhew oder Foal Farm in der UK.


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