Aktualisiert: 6. Mai 2026
Ratschläge von unserer Butternut Box Botschafterin Meera. Meera ist eine IMDT-qualifizierte Hundetrainerin, die sich auf Welpentraining und Sozialisierung im Raum Sheffield spezialisiert hat.
Warum beißen und knabbern Welpen an uns herum?
Das ist die Millionen-Frage! In Wirklichkeit gibt es viele Gründe, warum Welpen uns beißen. Schauen wir uns die drei häufigsten an:
1. Es ist eine sensorische Sache Genau wie Babys alles in den Mund nehmen, um die Welt zu erkunden (hast du als Kind auch Ärger bekommen, weil du Matsch gegessen hast?), knabbern Welpen gerne an allem (und jedem) herum, was sie umgibt. Dabei sammeln sie Informationen über das, was sie im Maul haben (einschließlich deiner Knöchel oder Finger) und finden heraus, wie fest sie zubeißen können, was uns zum zweiten Grund führt...
2. Die Beißhemmung Stell dir das „Hau-den-Maulwurf“-Spiel auf dem Jahrmarkt vor: Du weißt erst, wie fest du zuschlagen kannst, wenn du es getan hast. Bei Welpen ist es genauso. Sie wissen nicht, wie fest sie zubeißen können, bis sie etwas zum Zubeißen haben. Durch das Zwicken entwickeln sie ihre Beißhemmung. Je nachdem, was sie beißen und welche Reaktion sie bekommen (Geschmack, Textur, dein Quietschgeräusch), passen sie den Druck an oder hören ganz auf.
3. Das Zahnen Das ist ein schmerzhafter Prozess! Meistens ist es um die 20. Woche herum am schlimmsten. Das Zahnfleisch ist entzündet und tut weh, wenn die bleibenden Zähne durchdrücken. Es ist völlig normal, dass das Beißen in dieser Phase zunimmt. Aber Achtung: Es ist ein Irrglaube, dass Welpen „einfach so“ damit aufhören, wenn sie fertig gezahnt haben. Das ist leider selten der Fall.
In welchem Alter hören Welpen auf zu beißen?
Die Wahrheit ist: Es gibt kein spezifisches Alter, in dem Welpen magisch damit aufhören. Wer dir das erzählt, will dir wahrscheinlich auch Zauberbohnen verkaufen.
Normalerweise ist das Zahnen mit etwa sechs Monaten abgeschlossen, und du merkst vielleicht, dass sie etwas weniger „beißfreudig“ sind. Und falls du denkst, die Milchzähne seien scharf: Warte ab, bis einer ausfällt und du barfuß draufgetreten bist. Es ist wie Lego – nur aus Glas.
Heißt das jetzt, dass du fünf Monate lang leiden musst? Absolut nicht. Heißt das, dass sich das Problem von alleine löst? Ebenfalls nein.
Betrachte das Welpenbeißen als eine Gewohnheit, wie Fingernägelkauen. Je länger man eine Gewohnheit ausübt, desto schwerer wird man sie los.
Überlege dir zuerst, welche Gewohnheiten dein Welpe nicht lernen soll:
Ich will nicht, dass er die Küchenwände kaut.
Ich will nicht, dass er die Fußleisten frisst.
Ich will nicht, dass er an meinen Körperteilen kaut, ich hänge an meinen Gliedmaßen.
Es reicht aber nicht, nur zu wissen, was er nicht tun soll. Du musst ihm eine Alternative bieten. Biete ihm verschiedene Texturen an: Spielzeug und Kausachen, mal bei Zimmertemperatur, mal gekühlt (super beim Zahnen!). Wenn er an Möbeln kaut, sucht er vielleicht etwas Härteres, hier helfen sichere Alternativen wie Olivenholz oder Kaffeeholz.
Und Hand aufs Herz: Machst du laute Geräusche, wenn er dich zwickt? Quietschen, Schreien oder ein hohes „Nein!“ finden Welpen oft extrem spannend. Es überrascht also nicht, wenn sie es immer wieder tun, weil sie denken, du spielst mit.
Sollte ich das Beißen einfach ignorieren?
Nein, das solltest du nicht.
Stell dir vor, du bittest um Hilfe und wirst ignoriert. Du fragst lauter, wieder nichts. Irgendwann schreist du aus voller Kehle, damit dich endlich jemand bemerkt. Und endlich: Es funktioniert! Was lernst du daraus? Dass man schreien muss, um Gehör zu finden.
Für deinen Welpen bedeutet das:
„Ich wollte spielen und hab Mama in den Knöchel gezwickt, hat geklappt!“
„Mein Maul tut weh und ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, also beiße ich alles an.“
„Ich habe Hunger/Durst/muss mal, ich zwicke sie so lange, bis sie aufstehen und raten, was ich brauche.“
Beißen ist Kommunikation. Es ist unser Job, zuzuhören, bevor der Welpe das Gefühl hat, er müsse „schreien“ (also fest zubeißen oder bellen), um Aufmerksamkeit zu bekommen.
So bringst du deinem Welpen bei, nicht zu beißen
Entziehe ihm deine Aufmerksamkeit: Wenn er beißt, steh auf und geh weg. Kein „Nein“, kein Wegschubsen. Die Botschaft lautet: „Wenn du zwickst, endet der Spaß.“
Belohne gutes Verhalten: Wenn er aufhört zu beißen, schenk ihm wieder Aufmerksamkeit. Bleib dabei aber ruhig, sonst stachelst du ihn direkt wieder auf.
Spiele sanft, nicht grob: Wilde Jagdspiele verleiten zum Beißen. Achte auch auf die Rasse: Ein Terrier wurde gezüchtet, um Beute festzuhalten, er spielt anders Zergelspiele als ein Border Collie.
Scheue dich nicht, Hilfe zu suchen: Einen „beißigen“ Welpen zu erziehen, ist hart. Such dir einen Trainer, der mit positiver Verstärkung arbeitet. Da die Branche nicht geschützt ist, sei vorsichtig bei Trainern, die mit harter Hand oder Strafe arbeiten – dein Welpe ist ein Familienmitglied und sollte im Training niemals Schmerzen erfahren.
Disclaimer: Diese Informationen ersetzen keine individuelle Beratung und keinen maßgeschneiderten Trainingsplan. Um direkt mit Meera zu arbeiten, besuche www.meerapuppins.co.uk/contact/
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