Aktualisiert: 31. Juli 2026
Jeder hat wahrscheinlich eine bestimmte Lieblingsrasse im Kopf, wenn er an den idealen Hund denkt (wer würde nicht gerne einen Hund wie Lassie oder den süßen Welpen aus der Werbung haben?). Aber hast du dir wirklich schon Gedanken darüber gemacht, wie diese Rasse in der Praxis zu dir und deiner Familie passt? Es lohnt sich, einen Realitätscheck zu machen und sich über das typische Temperament und die Bedürfnisse deines Wunschhundes zu informieren, bevor du den großen Schritt wagst. Natürlich ist jeder Welpe individuell, geprägt durch seine Gene und seine Erziehung, aber das Wissen über die spezifischen Merkmale einer Rasse und deren ursprünglichen Verwendungszweck kann dir helfen, die richtige Wahl zu treffen.
Die Größe des Hundes
Reden wir zuerst über die Größe. Kleine Hunde sind in der Regel einfacher zu handhaben, haben eine höhere Lebenserwartung und sind oft kostengünstiger in Bezug auf Gesundheit und Fütterung. Terrier sind eine tolle Wahl unter den kleinen Rassen und können super Familienhunde sein (auch wenn sie zu Sturheit und „selektiven Hören“ neigen, sobald sie eine Fährte aufgenommen haben). Toy-Rassen hingegen lassen sich sehr leicht tragen, praktisch, wenn du sie zum Beispiel im Bus oder in der Bahn mit zur Arbeit nimmst.
Kommen wir zu den größeren Hunden, der Gruppe der „Arbeitshunde“. Dazu gehören Rassen wie Boxer oder Deutsche Schäferhunde, die gezielt für verschiedene Aufgaben gezüchtet wurden, vom Schlittenziehen und Hüten von Schafen bis hin zur Fährtensuche bei der Polizei oder der Bergrettung. Es überrascht also nicht, dass diese Hunde viel geistige Anregung und Bewegung brauchen, um Frust und Langeweile zu vermeiden.
Die Gruppe der Retriever oder Jagdhunde (Labradore, Pointer, Springer Spaniel) wird es lieben, deine Hausschuhe durchs Haus zu tragen, die Zeitung zu holen oder deine Socken für dich zu „apportieren“.
Bei den langbeinigen Windhunden (wie dem anmutigen Greyhound) kann der Schein trügen: Diese Hunde bevorzugen im Allgemeinen das Sofa (ihr eigenes) gegenüber langen Wandertouren. Meistens brauchen sie nur einen regelmäßigen Sprint im Park, um ausgelastet zu sein.
Fellpflege
Als Nächstes sollten die Fellpflege und der damit verbundene Aufwand bedacht werden. Soll dein Welpe langes, glattes, drahtiges, lockiges oder kurzes Fell haben? Muss er pflegeleicht sein (einmal kurz den Matsch abschütteln und fertig) oder muss er regelmäßig in den Hundesalon für das volle Programm? Viele beliebte Rassen wie der Cocker Spaniel oder der Border Terrier haben ein Fell, das regelmäßig getrimmt werden muss, um gesund zu bleiben. Bist du allergisch gegen Hundehaare? In diesem Fall wäre eine Rasse wie der Pudel, die nicht haart, eine vernünftige Wahl.
Vergiss nicht: Am Ende des Tages sind all diese rassespezifischen Merkmale nur Stereotype. Die Erziehung deines Welpen und seine Erfahrungen in der Welpenzeit spielen die weitaus wichtigste Rolle bei der Formung seines individuellen Charakters. Ganz gleich, ob du dich für einen schmusebedürftigen Chihuahua oder eine anmutige Deutsche Dogge entscheidest, in erster Linie sind sie alle einfach nur Welpen.
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